Theater mit anschliessendem Labor von DAS.VENTIL

Workshop
gesamte Schweiz
auf Anfrage
mehrere Daten

Die Grundidee ist mittels der Methode Theater Rassismus, Diskriminierungen und rassistische Diskriminierungen bzw. Nicht-Einhalten der Menschenwürde im Bereich der Sozialen Arbeit/Verwaltungen aufzuzeigen.Theaterkreation Formular:CH oder Solo-Projekt Bettina Zimmermann (Protagonistin des Stückes Formular) sind inhaltlich identisch.Die theatrale Darbietung von Formular:CH oder Bettina Zimmermann soll in einem ersten Teil das Publikum emotional berühren. Dies wird als Chance genützt, um sich mit rassistischer Diskriminierung vertieft auseinander zu setzen. Im zweiten Teil – im sogenannten Labor - werden die Teilnehmenden eingeladen, ihre Verhaltensmuster kritisch zu betrachten und diskriminierende Mechanismen im eigenen Arbeitsumfeld zu erkennen. Das Theaterstück Formular:CH /Bettina Zimmermann wurde aus direkter Praxiserfahrung entwickelt und arbeitet ebenso mit den Elementen Schauspiel, wie mit den Stimmen von Menschen, die in die Schweiz flüchten mussten und die in Audioeinspielungen zu hören sind.«Ich war sehr glücklich und froh, weil ich einen richtigen Ausweis hatte. Seit Langem hatte ich keinen richtigen Ausweis. Das war N-Ausweis. Ich war damit sehr zufrieden, sehr zufrieden, aber danach habe ich bemerkt, dass eine Person mit N-Ausweis kein Wert hat».Zum Zuge kommen aber auch Originalzitate aus der schweizerischen Behörde: «Wenn es nicht geht, dann müssen sie mir halt beweisen, dass es nicht geht». 2015 konnte das Theaterstück Formular:CH in Bern uraufgeführt werden, im Herbst 2017 gab es in Lausanne die Premiere in französischer Sprache, seither ist das Stück auf Schweizer Tournee. Aus Formular:CH entstand das Solo-Projekt Bettina Zimmermann. Es tourt ebenso in beiden Sprachen. Kathrin Iten und Charlotte Eicher bieten seit 2018 nach dem Theaterstück einen interaktiven Workshop für Gruppen an.

Zielgruppe
Offen für alle Erwachsene und Jugendliche ab 14jährig Hauptzielgruppe: Fachpersonen der Sozialen Arbeit und Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung
Kursleitung / Ansprechperson
Ansprechpersonen: Kathrin Iten, Schauspielerin, Sozialarbeiterin (Master Human Rights&Socialwork Berlin). Charlotte Eicher, Sozialarbeiterin, Antidiskriminierungstrainerin (Eine Welt der Vielfalt, Berlin)
Kursziele / Lernziele

Theater als Form von individueller und kollektiver Bewusstseinsbildung/Sensibilisierung (Anregung zur Reflexion). Das Publikum kann sich in den Szenen wiedererkennen und somit die eigenen Handlungsmuster hinterfragen, insbesondere die von weissen Sozialarbeiter*innen/ Fachpersonen (individuell, im Team bzw. in der Institution).


Ungleichbehandlung durch Richtlinien, Gesetze, Auflagen aufzeigen: Legal heisst nicht legitim. Aufzeigen von Realitäten sozialhilfeabhängiger Migrant*innen (Sozialhilfe oder Asylsozialhilfe). Wo und wie werden sie im Kontext von Schweizer Behörden diskriminiert?

Die Welt der Sozialarbeiter*innen sowie ihre Hilflosigkeit innerhalb einer Formularabhängigkeit (Dienst nach Vorschrift) im Kontext des New Public Managements und somit eigene unbewusste diskriminierende Verhaltensmuster aufzeigen.> Eine erhöhte gesellschaftliche Toleranz durch Wissens- und Erkenntniskompetenz fördern.

Bewusstwerden eigener Haltungen/Vorurteile von Schweizer*innen bezüglich Migrant*innen. Was heisst es Schweizer*in zu sein? Was heisst es Nicht-Schweizer*in zu sein?

Dauer / Format
je nach Bedürfnis (ideal halbtags oder ganztags)
Daten
Datum
Zeit
Kosten
nach Absprache
Teilnehmendenzahl
nach Absprache
Adresse
Kanton
gesamte Schweiz